Zauberei hoch 3

Wunder. Punkt. öffnet die doppelten Böden der Zauberkunst.

Schlagwort-Archiv: Politik

Nobelpreisverdächtig

Autor: Peter GrandtWeitersagen!

15.10.2012

Meldung des Tages:

Nobelpreis für Roth und Shapley

Als „gelernter DDR-Bürger“ erfreut man sich immer wieder an den verblüffenden Erkenntnissen westlicher Eliten. Bereits zweihundert Jahre nach Marx finden zwei amerikanische Wissenschaftler heraus, daß die Angebots-Nachfrage-Lehre, die Marktwirtschaft, für einige wesentliche Teilbereiche der Gesellschaft nicht anwendbar ist. Diese Wissenschaftler erkennen als solche Teilbereiche beispielsweise die Kunst, die Zuteilung von Universitäts-Ausbildungsplätzen und die Vergabekriterien bei Organspenden.

Da wundert man sich zunächst über diese merkwürdige Aufzählung von „gesellschaftlichen Teilbereichen“. Man selbst käme, (bis auf die Kunst), auf ganz andere Bereiche (öffentlicher Verkehr, Medien, Bildung, Politik, Alten- und Krankenpflege, Gütekontrollen jeglicher Art). Aber schnell wird klar: das ist ja gerade der nobelpreisverdächtige Einfall. Das Auszeichnungswürdige an diesen beiden Wissenschaftlern ist, daß es sich bei ihnen eben nicht um Gesellschaftswissenschaftler handelt! Das Nobelkomitee ehrt mit Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley zwei  M a t h e m a t i k e r. – Sind sie nicht putzig, unsere Eliten? Wenn der Kapitalismus auch Fehler hat, aber es sind mathematische! – Oder auch neurobiologische:

Amerikanische Wissenschaftler erforschen nämlich gern, warum immer alles so entsetzlich daneben geht. (Das Römische Reich sei schließlich auch untergegangen). Dazu untersuchen sie, warum wir auf die Tricks der Zauberkünstler immer wieder hereinfallen! Der Mensch kann nichts dafür, er ist nun mal so anfällig für Manipulationen. Es sind die Gene. Glauben sie. Glaube ich. Die Biologen in Amerika machen auch auf Gesellschaftskunde. Und sie untersuchen dazu nicht die Welt, sondern ein poetisches Abbild der Welt: uns Zauberkünstler… Meine Hochachtung!

Die Gründe des Scheiterns der Kyoto-Protokolle werden uns also demnächst die Ohrenärzte erklären, denn der Mensch hört leider zu einem erheblichen Teil ziemlich schlecht. Nobelpreis 2023! (Oft ist es auch die Schuld der Dolmetscher, sagte jüngst erst wieder Helmut Schmidt. Auf der Welt werden zu viele Sprachen gesprochen! – Wenn davon das Nobelpreiskomitee Kenntnis erhält, wird Schmidt die Auszeichnung nicht zu nehmen sein!)

Die Schere zwischen Arm und Reich läuft immer weiter auseinander. Ob die Gründe dafür nun die Orthopäden (in den Schuhen) oder die Schneiderinnung (in der Schere) finden werden, kann heute keiner vorhersehen. Jedenfalls ist diese Entwicklung alternativlos, soviel läßt sich sagen.

Es ist eine Art „interdisziplinärer Forschung“ nach Art des Zeitgeists.

In Träumen soll ja immer ein „Funke“ Wahrheit sich finden lassen: Ich träumte, Nobel zeigte auf das Nobelpreiskomitee und unsere zeitgeistlichen Eliten und tobte: Wozu habe ich Euch denn das Dynamit erfunden!

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Slow Science. – Oder: Ein guter Trick dauert seine Zeit…

Autor: Peter GrandtWeitersagen!

Kaum haben wir Wikipedia als ein übereilt zusammengeschustertes Nachschlagewerk gebrandmarkt, reagieren auch schon Leipzigs Wissenschaftler und rufen die Slow Science aus. (Sage noch einer, Kunst bewirke nichts!). Das war aber auch nicht mehr auszuhalten. Dieses Tempo! Kaum ist eine Partei in den Landtag gewählt, will so ein übereifriger Journalist auch schon ein Parteiprogramm sehen. So was macht doch keiner über Nacht. Da muß man doch in der Demokratie zunächst auch einmal die Wähler befragen. (Frage an die Slow Science: Wenn der Wille der Wähler eine Partei ohne Programm ist, darf dann der Journalist überhaupt eins fordern und derart den erklärten Wählerwillen mit Füßen treten? Und: wo eine Partei sich erst wählen läßt und danach das Volk befragt, was sie ihm denn machen soll, wabert da nicht, liebe Science, ein bißchen der Duft der käuflichen Liebe?)
In Leipzig gilt nun jedoch ein neues Motto: Erst denken, dann handeln! Wenn ich da nicht voreilig interpretiere… Andernfalls wird eben langsamer gehandelt. – In jedem Falle aber eine tüchtige Idee!
Als sich dem Komödianten Karl Dall beim Durchsägen einer Jungfrau die Säge verklemmte, sagte er, während er sich mühte, geistesgegenwärtig: Ein guter Trick dauert seine Zeit! – Kunst ist, wie man sieht, stets der Welt voraus.
Bei WUNDER. PUNKT. gab es noch nie Fast Food. Die Währung der Kunst heißt Genuß! Erleben Sie deshalb, liebe Zuschauer, unser „Wahlprogramm“: Vorzügliches statt Beliebigkeit! Slow Science-Fiction.
Und die Pointe dieser Tagebuch-Eintragung?
Die will in Ruhe überlegt sein…

Kunststück

Autor: Peter GrandtWeitersagen!

Er oder wir!

Heutzutage hat man es als Zauberkünstler auch nicht eben leicht. Gegen die Kunststücke der Politik muß sich unsereiner am Mark erst mal behaupten! Aber unsere Position bei Wunder. Punkt. ist „kerngesund“, wie man so schön sagt. Kommen, sehen und staunen Sie selbst…! Die anderen, die aus der Politik, sind aber auch nicht ohne Witz, daß muß der Neid ihnen lassen: Die Pleite Griechenlands „bedroht“ die Banken. Die Regierung handelt: „Private Gläubiger“ sollen die Griechenland-Pleite teilweise übernehmen, hört und staunt man. Nun gibt es ja im bürgerlichen Recht so manchen Zauberspruch, um eine Zahlungsunfähigkeit „gewinnbringend zu realisieren“. Das aber hat wirklich Klasse: Pleitezertifikate werden durch einen Hebel vervielfacht und in Umlauf gebracht. Wer soll die kaufen? Sie haben schon gekauft! Die Bank Ihres Vertrauens bucht sie dann einfach in Ihre Fonds. – Geschickte Arbeit nennt man Kunst.

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